In der Sanierung historischer Bauten wird die Bauthermografie oft übersehen. Sie macht verborgene Baustrukturen sichtbar, ohne in die historische
Bausubstanz einzugreifen.
Ein anschauliches Beispiel ist der historische Riegelbau. Ist die Holzriegelkonstruktion verputzt, bleibt sie unter der Oberfläche verborgen. Mit der Thermografie lässt sich das Riegelwerk sichtbar machen und kartieren.
„Die Bauthermografie macht Verborgenes sichtbar, ohne Bauteile zu öffnen. Die Methode hat jedoch ihre Fallstricke. Worauf Du achten musst, zeigt sich in der praktischen Anwendung.“
Sommer und Winter – zwei Wege, dasselbe Ergebnis
Im Sommer dient die Sonne als natürliche Wärmequelle. Holz und Ausfachung speichern Wärme unterschiedlich. Beim Aufheizen und Abkühlen entstehen dadurch unterschiedliche Oberflächentemperaturen. Das verdeckte Riegelwerk zeichnet sich ab.
Im Winter nutzt Du die Temperaturdifferenz zwischen innen und aussen. Holz und Ausfachung leiten Wärme unterschiedlich gut. Der ungleiche Wärmestrom macht die verputzten Holzriegel an der Oberfläche sichtbar.
Beide Wege ermöglichen einen zerstörungsfreien Blick unter den Putz. Gerade in der Denkmalpflege ist das wichtig: Du gewinnst Erkenntnisse, ohne die historische Substanz zu berühren.
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